Die Bankenkrise hat mich erwischt – oder – Epic Ersparnisse fail!

Bankenkrise

YES! So muss ein Tag beginnen.

Über die isländische Bank Kaupthing Edge, bei der meine Ersparnisse liegen (lagen?),wurde gestern von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein Veräußerungsverbot verhängt. Sprich: Die Konten sind gesperrt.
Die Bank schreibt hierzu:

Wichtige Mitteilung zu Ihren Kaupthing Edge Konten:

Eine Verfügung der Tagesgeld- und Festgeldkonten ist derzeit nicht möglich.

Die Kaupthing Bank hat beantragt, dass die isländische Finanzaufsichtsbehörde anstelle der Aktionäre die Kontrolle der Kaupthing Bank übernimmt.

Ein von der isländischen FSA berufener Ausschuss, übernimmt mit sofortiger Wirkung die Befugnisse und Aufgaben des Vorstandes.

Als eine erste Amtshandlung, wurde der Zugriff auf die Kaupthing Edge Tages- und Festgeldkonten zeitweise untersagt. Ziel dieser Handlung ist es, die aktuelle Situation der Kaupthing Bank genau zu analysieren. Diese Prüfung wird voraussichtlich ein paar wenige Tage dauern.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat ein Zahlungs- und Veräußerungsverbot über die deutsche Niederlassung der Kaupthing Bank verhängt. Das Moratorium gilt vorübergehend. Die Dauer ist noch nicht festgelegt.

Wir bitten die entstehenden Unannehmlichkeiten und die herrschende Unsicherheit zu entschuldigen und werden Sie sofort informieren, sobald uns neue Informationen vorliegen.

Ihr Kaupthing Edge Team

Hätte ich gewusst, dass es eine Isländische Bank ist, hätte ich mein Geld natürlich in Sicherheit gebracht, aber wer kann heute schon immer sagen, wo seine Bank Ihren Hauptsitz hat. Ja, ich weiß, das hätte man in anbetracht der Bankenkrise auch mal nachschlagen können, habe ich aber nicht.

Finanztest schreibt 06/08:

Sicherheit. Wir werden die Tages- und Festgeldangebote von Kaupthing Edge dennoch bis auf Weiteres nicht in unsere Top-Listen aufnehmen. Die Bank gehört nicht dem Einlagensicherungsfonds deutscher Banken an. Anlegergeld ist nur durch das isländische Einlagensicherungssystem bis zu einem Betrag von rund 20 000 Euro pro Anleger geschützt. Dahinter stehen die isländischen Banken mit ihrer begrenzten Finanzkraft.

Tja, dumm nur, dass ich Finanztest nicht lese :-(

Noch bin ich ziemlich cool, weil ich davon ausgehe, dass die Sperrung der Konten verhindern soll, dass Sparer Ihr Geld abziehen und die Bank dann auf einen Schlag pleite ist und nicht sicher ist, wievielen Kunden überhaupt Geld ausgezahlt werden kann.

Armes Island! Armes Ich!

Fazit: Nicht immer nur den Zinsen hinterherjagen, sondern auch schauen um was es sich für eine Bank handelt… Ich hoffe, ich habe kein teures Lehrgeld für dieses Fazit bezahlt.

P.S: Wo auch immer Euer Geld gerade ist, ab zur Sparkasse damit.

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Kategorie(n): Unsortiert
Kommentare
  1. Ricarda sagt:

    Dann drück ich dir mal die Daumen! Mensch das ist ja echt ärgerlich :/

  2. Gilly
    Twitter:
    sagt:

    Nein, weniger als 20.000, von der Einlagensicherung (ha-ha) bis 20.000 wusste ich.

  3. Gilly
    Twitter:
    sagt:

    Oh, na gut, Internet Explorer 6 kommt damit aber auch nicht klar :P

  4. Gilly
    Twitter:
    sagt:

    Schön wärs René! 65% der Besucher hier benutzen den noch :(

  5. Gilly
    Twitter:
    sagt:

    Wenn ich nur wüsste wie! Ich werde mal heute Abend im WordPress Forum schauen.

  6. René Fischer sagt:

    Hast du dort tatsächlich mehr wie 20.000 Euro angelegt, das du dir Sorgen machen musst?

  7. René Fischer sagt:

    Deine Kommentarfunktion kommt nicht mit Umlautdomains im Website-Feld klar :-(

  8. René Fischer sagt:

    Na siehste :-)
    Ja, aber den IE6 verwendet ja auch keiner mehr ;-)

  9. René Fischer sagt:

    Tzzz! Na gut, aber vielleicht kannst du das ja mit den Umlautdomains trotzdem beheben? *blinzel*

  10. René Fischer sagt:

    Danke :)

  11. Sebastian
    Twitter:
    sagt:

    Deswegen bin ich noch immer wie schon immer bei der Stadtsparkasse.

    Bis jetzt waren die immer in ordnung, und nun ja, ein wechsel ist eh nix für faule. Die gerade nicht mal lust haben die großbuchstaben zu bedienen.

  12. Gilly
    Twitter:
    sagt:

    hrhr @ großbuchstaben… gehört eh abgeschafft.

  13. freggeln sagt:

    Eine Summe von bis zu umgerechnet ca. 20000 € ist ja wohl den durch den isländischen Sicherungsfond abgedeckt. Allerdings ist zurzeit wohl noch nicht klar, in wie weit dieser auch für Geld von deutschen Anlegern gilt.

  14. Gilly
    Twitter:
    sagt:

    Ne langsam, der Sicherungsfond haftet für alle Kunden. Aber womit will man haften, wenn man nix mehr hat. Island ist ja quasi selbst auch bankrott…

  15. René Fischer sagt:

    Wieso? Der Wechsel ist doch nun wirklich easy. Die meisten Banken bieten einen Kontoumzugsservice an.

  16. René Fischer sagt:

    Huch, haftet der Sicherungsfond nur für seine eigenen Staatsbürger. Das ja mal heftig.

  17. René Fischer sagt:

    Woher nimmst du diese Erkenntnis? So einfach geht ein Staat nicht bankrott.

  18. René Fischer sagt:

    Naja, Springer erzählt auch nicht immer die Wahrheit ;-)

  19. René Fischer sagt:

    LOL! Danke! Was erschreckend ist, das dies komplett an mir vorbeigegangen ist. Danke für die Infos!

  20. buntklicker sagt:

    Du hast also all Deine Ersparnisse bei einer Bank angelegt, deren Namen Du weder schreiben noch aussprechen kannst, hast Dich nicht erkundigt, in welchem Land diese Bank ansässig ist, auch nicht, welchen Einlagensicherungsfonds sie angehören mag. Du hast Dich nicht gefragt, warum sie so viel höhere Zinsen bieten als alle anderen.

    Soll ich da wirklich Mitleid haben?

  21. Gilly
    Twitter:
    sagt:

    Ja richtig, ich war genau so dämlich wie 30800 andere deutsche Anleger und viele ausländische Anleger wie z.b. Scotland Yard.

    Ich weiß nicht, wie du auf die Idee kommst, ich könnte den Namen der Bank nicht schreiben…

  22. Regine sagt:

    Wie heute abend in der Tagesschau (“Einlagensteigerung Sparkassen“) seitens der Sparkassen Deutschland selbst verlautbart wurde, sind diese nicht sicherer als andere Banken. Dass sich in den letzten Tagen ein ansehnliches Sümmchen ausgerechnet dort ansammelte, wurde “dem Bauchgefühl” der Sparer zugeschrieben. Letztlich profitiert also die Sparkasse auch nur von der immateriellen Währung “Vertrauen”.
    Durch diese selffulfilling prophecy hat die Sparkasse wiederum genügend Liquidität, so dass sich die Hoffnung der Einleger erfüllen dürfte.

  23. jens sagt:

    @ Gilly
    Bin ab Montag in Island, ich kann deinem Geld ja zum abschied winken.

    @ René
    IceSave (eine der Isländischen Banken) hat alleine In GB über 300 000 Kunden.
    Island hat um die 320 000 Einwohner.
    Woher sollen die 20 000 Einlagensicherung pro Konto den kommen als vom Steuerzahler?

    Die Kacke ist auf der Insel gerade mächtig am dampfen.
    http://www.ecb.int/stats/exchange/eurofxref/html/eurofxref-graph-isk.en.html
    http://www.iceland-forum.com/forum.php Deutsch

  24. Gilly
    Twitter:
    sagt:

    Danke für den interessanten Link Jens und sag meinem Geld es soll zusehen, wieder verfügbar zu werden ;)

  25. jens sagt:

    Dein Geld auf meinem Blog

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