Veebeam HD – Bildschirminhalte von PC oder Notebook drahtlos an TV übertragen

Wer kennt das nicht, man hat im Wohnzimmer eine große Glotze stehen und muss sich trotzdem Videos und Web-Videos von YouTube, Vimeo und co., welche ja mittlerweile teilweise sogar in FullHD 1080p vorliegen, immer noch auf dem Monitor oder Notebook-Bildschirm ansehen.

Klar, man könnte natürlich das Notebook oder den PC mit einem HDMI-, DVI- oder VGA-Kabel verbinden. Habe ich neulich erst gemacht:

Notebook an TV

Klar, das funktioniert so. Aber erstens sieht das shizzle aus und zweitens muss ich mich dann vor dem TV verrenken, um mein Notebook zu bedienen.

Genau an dieser Stelle setzt Veebeam HD an.

Veebeam mit USB Dongle

VeebeamLogoVeebeam überträgt mittels Wireless-USB die Bildsignale mit bis zu 1920×1080 (also 1080p Full HD) von PC oder Notebook (ich werde der Einfachheit halber zukünftig nur noch vom Notebook reden). Hierbei kann man zwischen zwei Modi wählen. Entweder der komplette Bildschirm wird übertragen, oder nur die Videosignale.

Das Setup ist wirklich simpel. Man schließt die Veebeam-Box per HDMI oder per Composite-Cinch-Kabel an den TV an. Wobei natürlich HDMI zu bevorzugen ist, da hier die Signale digital übertragen werden und die Bildqualität generell besser ist.

Veebeam HD Anschlüsse

Veebeam HD Anschlüsse

Als nächstes installiert man die Veebeam-Software auf dem Notebook. Die Software läuft unter MacOS X 10.5 und 10.6 sowie unter Windows XP, Vista und 7.

Danach steckt man den USB-Dongle an einen freien USB-Port und wartet kurz, bis die Verbindung zwischen beiden Geräten besteht.

Man kann Veebeam nun in zwei Modi nutzen.

  • Screencast: Hier wird der komplette Bildschirm-Inhalt 1:1 auf den Fernseher übertragen. So kann man Online Videos in HD Qualität auf dem TV anschauen. Praktisch also um YouTube-, Vimeo-, oder andere Webvideos bzw. Streams anzuschauen. Natürlich können so auch Präsentationen wiedergegeben werden.
  • Veebeam-Player: Mit diesem können Dateien von der Festplatte abgespielt werden. Hierbei greift der Player auf die auf dem PC/Mac installierten Codecs zurück. Der Vorteil an dieser Variante: Man kann das Notebook nebenbei für andere Sachen nutzen. Einfach den Player nach dem Start des Videos minimieren und man kann nebenbei arbeiten, surfen oder twittern ;) – Laut einiger Reviews, die ich gelesen habe, soll die Bildqualität beim Ansehen von Videos mit dem Player auch etwas besser sein.

Übrigens werden auch Audiosignale übertragen. Diese werden wahlweise über HDMI oder den optischen Ausgang (TOSLINK) ausgegeben. So kann sogar Surround Sound übertragen und mit der Heimkino-Anlage wiedergegeben werden.

Veebeam mit TV

Da die ganze Arbeit vom PC/Mac übernommen wird, ist auch ein klein wenig Dampf unter der Haube nötig. Zu Netbooks sagt Veebeam selbst, dass diese nicht kompatibel sind.

Die Hardwareanforderungen: 2,2 GHZ CPU oder besser. Core 2 Duo, Intel i3, i5 oder i7. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Veebeam auch mit AMD-Prozessoren funktioniert. Worauf man bei den Hardwarevorausetzungen hinaus will: Man brauche einen Dual-Core-Prozessor mit mindestens 2,2 GHz. Nun ist auch klar, warum Netbooks nicht unterstützt werden.

Natürlich funktioniert Veebeam nicht nur mit Fernsehern, sondern auch mit Beamern und Monitoren.

Der große Vorteil gegenüber Playern wie Boxee oder WDTV Live? Ganz einfach. Da Veebeam das Video nicht selbst abspielt, sondern nur den Videostream überträgt, gibt es keine Probleme mit Codecs. Sprich, was das Notebook abspielen kann, gibt Veebeam wieder.

Hier eine kurze Video-Tour (auf englisch) zu Veebeam:

Veebeam Overview from Veebeam on Vimeo.

Der Preis für Veebeam HD liegt bei 149€. Für mich persönlich geht der Preis völlig ok.

Veebeam kann direkt über die Website des Herstellers bestellt oder bei Amazon käuflich erworben werden.

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Kommentare
  1. Liliana
    Twitter:
    sagt:

    Schade, dann bleiben wir wohl doch bei der Kabelvariante…

      • Liliana
        Twitter:
        sagt:

        Weil es sich praktisch anhört, aber an der Hardware scheitern dürfte. Windows könnte man ja noch extra hochfahren, aber ich glaube momentan haben wir keinen Rechner, der den Anforderungen entspricht.

        Wir würden nämlich gerne mal das HDTV Angebot von Vodafone testen, aber das tut nur mit Kabel und selbiges müsste quer durch’s Zimmer gehen – dafür hätte man das vielleicht auch verwenden können.

  2. Patrick
    Twitter:
    sagt:

    ich finds sehr interessant..
    Und überlege mir das über Amazon zu Ordern.. ^^

  3. Chris
    Twitter:
    sagt:

    Sieht wirklich interessant aus, hat für mich jedoch keine richtige Verwendung. Bin mit meinem Western Digital HD TV zufrieden, 2TB externe dran und gut is =)
    Btw. sieht das Ding da oben wirklich hässlich aus, warum muss das so komisch nach oben “rausstehen”? Warum nicht ein schickes schwarzes flaches Kästchen? :)

  4. Philipp sagt:

    Hast du das Teil auch selber testen können?
    Wäre mal interessant ob das auch wirklich so gut funktioniert wie es beschrieben wird. Denn ich kaufe sicher nicht die Katze im Sack

  5. Sebastian
    Twitter:
    sagt:

    Klingt zwar spannend und cool, aber nee ist mir einfach zu teuer. Ich hab mir vor 2 Jahren ein 5m HDMI-Kabel für nen 10er gekauft + das gleiche nochmal für den Audiokanal.
    Kam so um die 15 EUR zusammen.
    Da ich das nur einmal alle 2 Wochen oder seltener brauche ist mir das Kabel egal. Schließlich sitze ich auch auf dem Sofa denn die 5m reichen locker um das auf meiner Glotze anzusehen.

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