Ich bin gerne ein Fanboy! – Stoppt das Fanboy-Bashing

Fanboy

Da schau an. Den Techbloggern gehen dieser Tage die Fanboys auf die Nerven:

Kann ich so ehrlich gesagt nicht verstehen. Fanboys waren schon immer ein Teil des Internets. So lange ich im Internet bin, gibt es schon endlose Diskussionen, welches Produkt besser ist. Hier ein paar Beispiele:

  • Intel vs. AMD
  • NVIDIA vs. ATI (jetzt AMD)
  • Samsung vs. LG
  • BMW vs. Mercedes
  • Opel vs. VW
  • XBOX 360 vs. Playstation 3
  • Plasma vs. LCD
  • Windows vs. Linux vs. Mac OS
  • Star Wars vs. Star Trek
  • Unreal Tournament vs. Quake

Und so weiter und so weiter. Wie gesagt, die Diskussionen gab es schon im IRC. Die größten Diskussionen finden aber aktuell tatsächlich in den großen Techblogs unter Android und iOS Themen statt.

Apple Android

Aber hey, warum wundert ihr euch? Ihr Techblogger seid es doch, die eben jenen Leuten das Futter auf dem Silbertablett servieren. Über jeden kleinen Furz berichtet ihr. Ihr werdet nicht müde auch den noch so kleinsten Schönheitsfehler zu thematisieren. Regelmäßig bringt ihr Benchmarks, Marktanalysen und was weiß ich was noch, mit denen ihr diese Diskussionen ständig neu anfeuert. Des weiteren könnt ihr es natürlich auch nicht sein lassen, ständig irgendwelche Gerüchte zu streuen. “iPhone 5 soll 4″ Display bekommen”. Ist es nicht klar, dass dann eine Heerschar von Fanboys aus den anderen Lagern ankommt um mitzuteilen: “Boah wie lame, gibt es bei meinem Lieblingsprodukt schon seit immer, wenn nicht noch ein wenig länger”.

Ich selbst bin auch Fanboy. Ich bin Fan von vielen Firmen und Produkten:

iPad und iPhone 4

  • LG
  • Apple iPad
  • Apple iPhone
  • Android
  • Windows Phone 7
  • Windows 7
  • Opel
  • usw.

Und ja, auch ich drehe manchmal in Kommentaren etwas frei. Wenn da jemand was gegen mein hochgeliebtes iPad oder gegen Windows sagt, dann sehe ich schonmal rot. Besonders wenn dann auch noch Müll gelabert wird. Ist einfach so. Trollmode on. Achso, natürlich macht mir das auch Spaß! Es geht doch nichts über eine gepflegte aber völlig sinnlose Diskussion ;)

Aber wie gesagt liebe Techblogger (und ich meine jetzt nicht nur die drei da oben erwähnten), solange ihr die Fanboys/Trolle füttert, will ich von euch auch kein Gejammer mehr hören. Lebt damit, oder macht die Kommentare aus. Denkt mal drüber nach, ehe ihr das nächste Mal eure Leser und die Leute, die sich die Mühe machen auf eurer Plattform zu kommentieren ‘anpöbelt’. Geht auch mal in euch und schaut mal über eure eigenen Artikel drüber. Na? Richtig! Ihr seid selbst Fanboys, macht aber einen auf liberal.

Fanboys sind einfach ein Teil der Netzkultur. Ist so, wird auch immer so bleiben.

P.S.: Nur weil ein Produkt mehr Fanboys als das andere hat, ist es noch lange nicht das Bessere.

P.P.S.: Fanboys nicht mit Trollen verwechseln!

Fanboy Foto: CC by MichaelBardwell | Apple/Android Foto: CC by twilsie

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Kategorie(n): Gadgets, Technik & co.
Kommentare
  1. Carsten Knobloch
    Twitter:
    sagt:

    Und von Fiat Punto bisse das jetzt auch ;)

  2. Content einstellen, dann gibt es keine Fanboys mehr.Wow!

    Sorry Gilly, aber die Erde ist eine Banane und Nachts ist es auch dunkler aus draussen.

  3. Tobsen
    Twitter:
    sagt:

    Hauptsache das Gerät funktioniert und gut ist.

  4. Andrea
    Twitter:
    sagt:

    Ich habe jetzt nicht jeden einzelnen dieser Artikel gelesen, aber Tenor dessen, was ich gelesen habe war nicht, das Fanboy-Tum als solches abzulehnen, sondern es wurde sich über mangelnde Toleranz untereinander beklagt. Was ich unterschreiben kann. Es ist ja ok, wenn man irgendwas toll findet und ich nehme auch gerne mal Fanboys jeglicher Couleur auf den Arm – aber wenn es anfängt in Bösartigkeiten auszuarten, ist es zuviel.
    Und – um mal wieder das “früher war alles besser” Argument auszupacken (was ja schon Sokrates benutzte): ich habe den Eindruck unsere Umgangsformen sind schon arg im Verfall begriffen. Die relative Anonymität im Internet fördert nicht grade den Respekt vor dem Mitmenschen…

    • Gilly
      Twitter:
      sagt:

      Naja, aber der Fanboy zeichnet sich ja nunmal dadurch aus, dass er der Meinung ist, sein heißgeliebtes Produkt ist das einzig wahre. Entsprechend muss das andere Produkt nieder gemacht werden. Das lebt uns ja sogar die Werbung vor.

      Zu den Umgangsformen: Stimme zu.

      • Andrea
        Twitter:
        sagt:

        Was uns Werbung vorlebt, würde ich nicht als nachahmenswert empfehlen. Eher als abschreckendes Beispiel. Geiz ist beispielsweise nicht geil, sondern eine sehr unangenehme Charaktereigenschaft, das sollte jeder erkennen, der sein Hirn tatsächlich benutzt.

        Jemanden zum Spass ein bisschen hochnehmen, ist völlig ok; wenn ich über FB mitkriege, dass Du grad bei Gravis bist, mache ich ja auch einen Spruch “Ogott, er ist wieder im Tempel!”
        Aber ich würde es für völlig abwegig halten, dich ernsthaft zu dissen, weil Du ein [xyz] Gerät benutzt, ein [bla] Auto fährst oder einen bestimmten Fußballverein toll findest.

        Sich bestimmten Gruppen zugehörig zu fühlen ist wichtig, für jeden einzelnen von uns. Aber wie wir mit anderen umgehen, von denen wir uns abgrenzen, darüber sollte jeder doch wirklich nachdenken und nicht nur stumpf mit der Masse laufen. (Hirn einschalten, siehe oben).

  5. NetzBlogR
    Twitter:
    sagt:

    FIAT – Fehler In Allen Teilen. :D

    Aber mal ohne Spaß: Vor 2 1/2 Jahren noch hätte ich mir nie vorstellen können, jemals einen Ford Fiesta zu fahren. Ford war generell nicht für tolle Verarbeitung bekannt und das Design der Karre war auch unter aller Sau.

    Dann kam das schöne Design des MK7 und die Verarbeitung ist inzwischen auch top. Ein VW-Fanboy würde sowas zum Beispiel niemals eingestehen, weil es für den nur VW gibt.

    Ich bin bei eigentlich allem ziemlich offen. Aber ich bin ja eh das beste Beispiel eines Nicht-Fanboys.

  6. Tom sagt:

    Also Star Wars und Startrek kann man gar nicht vergleichen. Das ist nicht mal die gleiche Galaxie! :)
    Gottseidank auch nicht die gleichen Sendezeiten. Außerdem musst du dann auch Babylon 5, Stargate, lexx, … nennen.
    Ne ne diese Streitereien sind grober Unfug, das haste gut gesagt.

  7. René sagt:

    Jetzt ist der Blogger schuld, weil einige Leser nicht über den Tellerrand schauen?

    Bei mir ist es zum Glück so, dass der Großteil sehr wohl damit klar kommt, dass ich über diverse Themen schreibe, es finden sich aber wie immer die paar Hanseln, welche andere dissen, nur weil sie ein anderes System nutzen, oder eine Marke bevorzugen.

    Natürlich hat auch ein Blogger eine Vorliebe, welche er in seinen Beiträgen äußert, gerade das ist ja der Unterschied zu den klassischen Medien. Aber ist er deshalb für die beschränkte Denkweise der anderen verantwortlich?

    • Gilly
      Twitter:
      sagt:

      Nö, natürlich nicht. Aber du wirst diese Sichtweise ganz einfach tolerieren müssen ;)

      • René sagt:

        Klar, kann ich, ist immer einfacher einen Schuldigen zu suchen, anstatt sich mit der Materie ernsthaft auseinander zu setzen. Genau diese Art Webseiten, Magazine und Blogs gab es auch vor dem iPhone schon, das extreme Auftreten der Fanboys hat sich nicht erst seit der Einführung von Android gezeigt.

        Ich persönlich sehe da eher eine gesellschaftliche Entwicklung dahinter, in der immer mehr Menschen Zeit im Internet verbringen und sich Gruppen zugehörig finden wollen. Aber du hast ja meinen Beitrag gelesen.

      • Gilly
        Twitter:
        sagt:

        Und da du meinen Artikel gelesen hast, weißt du, dass es eigentlich schon immer so war. Nur statt in Foren, Chats und dem IRC, gelangt diese Debatte nun in Blogs, da diese immer mehr an Bedeutung gewinnen.

      • René sagt:

        Jop, klar. Ich wehre mich nur dagegen, dass man indirekt die Medien für den Fanatismus verantwortlich macht. Ich denke man sollte es klarer trennen. Ja, Fanboys sind nichts schlimmes, alles top, warum auch nicht, aber Fanboys die nur noch fanatisch ihre Meinung vertreten, nicht mehr nach Rechts und Links schauen und tagtäglich unter die Gürtellinie kloppen, sind in meinen Augen nicht das Resultat der Berichterstattung von Techblogs.

        Wie es Andrea oben auch gesagt hat: “wenn es anfängt in Bösartigkeiten auszuarten, ist es zuviel” und über Leute bei denen es ausartet, rege ich mich auch weiterhin auf. Mehr hat Sascha, ich und wenn ich mich recht erinnern kann in der Vergangenheit auch du nicht gesagt.

      • Gilly
        Twitter:
        sagt:

        Die Medien sind nicht dafür Verantwortlich, aber eben Teil des Problems ;) – Ist allgemein so mit medialer Wahrnehmung.

      • René sagt:

        Ok, ich sehe das differenzierter. Wir kommen da wohl nicht auf einen Nenner, ist aber auch okay für mich. :)

      • Gilly
        Twitter:
        sagt:

        Gut, dann lassen wir das einfach so stehen ;)

  8. Ein wenig struggle ist immer gut !
    Opel, Android, Mac & PC !

  9. du sprichst mir aus der seele!
    als ich 2006/2007 rum zu apple konvertierte, musste ich noch in üblicher manier mit expose und ähnlichem angeben und hab gelästert ohne ende.
    das gabs sich aber recht schnell wieder.
    bei telefonen sah es ähnlich aus. jahrelang war ich nokia-fanboy (lange bevor ich das wort überhaupt kannte und sich jeder depp n apple leisten konnte und diese “kultur” überhaupt aufblühte). begonnen mit nem nokia 3210 (als 15jähriger für 400 mark gekauft, direk als es rauskam und es noch nich jeder hans-wurst als prepaidhandy hatte), dann das unglaublich tolle 7110, gefolgt vom 6260 und dann N91. und das wars dann mit nokia. die ära der designklassiker war für mich vorüber. die bekommens einfach nich mehr hin, wirklich schicke geräte auf den markt zu bringen. oder einfach nur außergewöhnliche. da sticht heutzutage mal ein htc legend hervor, oder ein palm/hp pre, aber ansonsten gibts doch nur noch einheitsbrei.
    und wenn man mal ehrlich is beim betreibssystem ebenso. das einzig intuitive OS am markt ist weiterhin webos. und da gibts irgendwie sogut wie keine fanboys, oder überhaupt ne fan-schar. gott weiß warum. so geil 300000 apps bei iOS oder die “freiheit” von android auch sein mögen, doppelklickmultitask & knöpfe-für-zurück-benötigung sind einfach unglaublich “lame”. ähnlich isses wie bei macOSX. kurzgefasst – es läuft eben. und das rund. vllt ticken beide systeme einfach am besten mit meinem verqueren kopf zusammen. aber grade durch meinen job als handyverkäufer in ner kleinstadt, in dem fanboys vllt. maximal 1-2% meiner kundschaft ausmachen und der rest eben durchweg otto-normal-nutzer sind, kann ich behaupten dass sogut wie alle betriebssysteme am handymarkt einfach unbenutzbar sind für den neu-einsteiger. touch hat immer die nase vorn, da es einfach viel sinniger is, auf “menü”, statt auf eine taste darunter zu drücken.
    aber egal, ich schweife ab. was ich eigentlich sagen wollte:
    ich hab zum glück nur im web mit fanboys zu tun und nich im laden. die gehn mir schon durchweg auf den keks. ich hab keinerlei gegen firmentreue, (gegen die hab ich hier schon ab und an zu “kämpfen”) aber wenn man sich gänzlich gegen “die anderen” verschließt und nur gegen die wettert, dann frag ich mich was die davon haben? am besten direkt gegen geräte wettern, die es noch gar nicht gibt.

    vielleicht und grade wegen meinem job, bin ich auch privat immer irgendwie auf der neutralen schiene. jedem das seine. aber nicht mal probieren, was es da draußen noch so gibt und sich an einem aufhängen is mir irgendwie nicht begreiflich. ich bleib bei macosx und probier trotzdem mal linux hier, w7 da, und warte sehnlichst auch im mobilfunk auf etwas meego-ähnliches. weg von dieser festen programmstruktur, hin zu einer oberfläche die einfach läuft. von wem die dann kommt is mir eigentlich piep-egal.. ;)

  10. Heiko sagt:

    Ein Fanboy zeichnet sich allgemein dadurch aus das er weder angemessen auf Kritik an seinem geliebten Produkt reagiert und/oder seine Kaufentscheidung nicht von faktisch rationalen Gründen abhängig macht. Brauchen wir sowas als Gesellschaft? Nein. Sollte es uns egal sein? Ja, auf jeden Fall.
    Wenn jemand unbedingt hirnlos Kohle rauspfeffert nur um zb. ein Produkt mit Apfel, Krokodil oder was auch immer zu haben, selbst wenn das Produkt günstigeren unterlegen ist oder gleichwertig, sein Problem. Ich diskutier jetzt seit einigen Jahren nicht mehr mit solchen Menschen, ich lach sie einfach aus.
    Auch noch eine kleine Randbemerkung: jemand der von einem Produkt überzeugt ist, ist noch lange kein Fanboy. Das mit dem Fanboy beginnt erst bei einem irrationalen Verhalten im Zusammenhang mit einem Produkt. Man kann und darf auch sicher die eigene Meinung und damit das Produkt verteidigen, das steht ausser Frage. Der Fanboy zeichnet sich aber in der Regel dadurch aus das eine Diskussion über ein Produkt unmöglich wird. Der Fanboy fühlt sich persönlich angegriffen, beteiligt sich ungefragt an Diskussionen die man mit anderen führt und ist grundsätzlich für faktisch Objektive Argumente gegen sein Produkt nicht zugänglich.
    Wie gesagt, einfach auslachen und ignorieren. Das ist immernoch das Beste das man mit einem wirklichen Fanboy machen kann.

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