Organspende: Der Wartezeit-Versuch

Organspende

Jetzt mal wieder ein ernstes Thema: Organspende.

Meiner Meinung nach sollte jeder einen Organspendeausweis bei sich tragen. Dieser kann auch die Information enthalten, dass man der Organspende komplett widerpsricht. Dennoch sollte man natürlich darüber nachdenken, ob man es wirklich für nötig hält, alle Organe mit ins Grab zu nehmen.

So oder so: Man erspart seinen Angehörigen, die unglaublich schwierige Entscheidung der Organspende zu treffen.

Noch besser finde ich ehrlich gesagt die Widerspruchsregelung in Österreich. Dort ist jeder Organspender, außer er widersprecht dem ausdrücklich.

Auf das Thema bin ich heute früh mal wieder gekommen, nachdem ich über das Video ‘Der Wartezeit-Versuch‘ gestolpert bin:

Bei einem Live-Versuch konfrontierten wir Fahrgäste auf dem Bahnsteig mit einem Patienten, der länger wartet als nur auf den nächsten Zug: auf ein lebensrettendes Organ! Denn in Deutschland müssen Patienten so lange darauf warten, dass täglich drei von ihnen sterben. Und das nur, weil zu wenige von uns einen Organspendeausweis bei sich haben. Hast du schon einen? http://www.fuers-leben.de
Mehr Infos und Kontakt zum Protagonisten Michael Stapf: http://www.facebook.com/profile.php?id=100000100898056&sk=wall

Keyfacts:

  • 12.000 Patienten warten in Deutschland momentan auf eine Transplantation
  • 1200 Organspender
  • 3 Menschen sterben (statistisch gesehen) am Tag, weil sie keine Organspende erhalten

Passend zum Thema die 3sat Dokumentation ‘Organ gebraucht – Der tägliche Kampf ums Überleben':

Ich habe schon seit über 7 Jahren einen Organspendeausweis. Und ihr?

//via I believe in Adv//

Sascha 'Gilly' Israel

Berliner auf Mallorca. Katzen-Nerd, Blogger, Community-Manager, Gadget-Junkie, Internet-Kurator, Offline-Introvertiert.
Schmeißt den Laden hier.

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blog.gilly.ws

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17 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Gilly

  2. Pingback: DocLeiche

  3. Was ich ja extremst schade finde: Dass man mit genügend Geld in der Hinterhand sehr viel schneller an ein Spenderorgan kommt. Daher fände ich die österreichische Widerspruchsregelung auch ideal. Man hat ja immer noch die Chance, “nein” zu sagen.

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  6. Ich fänds nicht so prickelnd, wenn mein Einverständnis (für was auch immer) stillschweigend vorrausgesetzt würde. Da finde ich die geplante Initiative deutlich besser, dass die Krankenkassen einfach regelmäßig nachfragen.

  7. Danke Gilly, aber ich hatte angenommen, es ginge um Organhandel innerhalb Deutschlands und nicht generell. Mein Fehler.

    PS: Ich habe seit einigen Jahren einen Organspendeausweis und habe letztes Jahr selbst ein Organ durch eine Fremdspende erhalten.

  8. Ich hab meinen Organspendeausweis immer bei mir im Geldbeutel… und ein paar in der Familie ausgeteilt… 2 sagen seit einem Monat “Das mach ich morgen” und einer hat verweigert… – auch traurig…

  9. Hi. Ein wichtiges Thema, welches du da ansprichst. Wir haben das Thema Organspende in der neunten Klasse in der Schule behandelt. Seitdem habe ich einen Ausweis. Das müsste so 8 Jahre her sein.
    Ich finde es gut, dass man daruaf aufmerksam macht. Jedoch fehlt mir hierbei ein sehr GROßER Aspekt. Und zwat sollte man den Menschen kein schlechtes Gewissen machen sondern eher sagen was es bedeuetet einen Organspendeausweis zu haben. Ich meine das so: Ich kenne viele Leute, die denken sobald sie sterben werden sie völlig auseinandergenommen. Das stimmt so gar nicht. Wichtig ist nämlich, dass ein Organspendeausweis oder die Zustimmung NICHT bedeutet, dass man automatisch auch Organe spenden kann. Das geht nämlioch nur unter bestimmten Bedingungen, die so selten eintreten, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, nach dem Tod ein Organ spenden zu können. Das ist auch der Grund warum es ÜBERHAUPT so wenige Spenden gibt. Zum Beispiel sterben die meisten Menschen im Endeffekt am Versagen vom Herz-Kreislauf System. Wenn das der Fall ist, ist keine Organspende möglich, da die Organe nicht mehr mit Blut versorgt werden. Im Klartext ist eine Spende nur dann möglich, wenn man Hirntod ist.
    Was ich damit sagen will ist, dass es wichtig ist einen Organspendeausweis zu haben. Man kann damit Leben retten. Gleichzeitig kann man darauf auch selbst bestimmte Organe ausschließen oder nur sagen welche entnommen werden dürfen. Und immer bedenken, dass geschieht nur in dem Fall, wenn man Hirntod ist und der Kreislauf noch funktioniert. Das passiert äußerst selten (zum Beispiel durch einen Autounfall).

  10. Hey Gilly,

    ich bin ja wirklich meist deiner Meinung, aber hierbei muss ich dir ganz deutlich wiedersprechen.

    Für jeden – ‘tschuldigung – Scheiß braucht man ein Opt-In, ob jetzt für Newsletter oder sonstwas für einen Mist. Aber ausgerechnet für die Organspende soll ein Opt-Out gelten? Eine Organspende ist sicherlich *etwas* dauerhafter und wichtiger als ein Newsletter oder sowas. Warum sollte ausgerechnet dafür kein Opt-In gelten? Sorry, aber das musst du mir näher erläutern, wieso das so sein sollte…

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